Kinship zu Gast im Treff.7

Ein weiterer Höhepunkt im Gemeindejahr von Treff.7 war der Besuch von Frieder und Ingrid Schmid mit Mitgliedern der internationalen Gruppe „Kinship“.

Frieder kümmert sich sehr engagiert seelsorgerlich und mit Ingrid organisatorisch um die Gruppe, deren Mitglieder lesbisch, schwul, transsexuell, kurz „anders“ sind. Trotzdem aber gläubige Christen und Adventisten. Der Anteil dieser Menschen in der Gesellschaft und auch in unserer Freikirche ist höher als mancher wahrnimmt. Denn aus berechtigter Sorge um Geringschätzung und Ausgrenzung, auch innerhalb der Gemeinde, hält mancher seine sexuelle Identität im Verborgenen.

Frieder Schmid ging bereits in seiner Predigt auf manche Bibelstellen ein, die häufig so interpretiert werden als sei „Schwulsein“ etc. Sünde. Dabei gilt Gottes Liebe vorbehaltlos allen Menschen und es wird meistens übersehen in welcher Zeit, in welchem Kulturkreis und von welchem Übersetzer die Bibeltexte verfasst wurden.

Am Nachmittag berichteten einige aus der Kinship-Gruppe in bewegender Weise, mit welchen inneren Konflikten die allmähliche Entdeckung des „Andersseins“ einhergeht und von der oft traurigen Erfahrung, in der Gemeinde auf Ablehnung zu stoßen. Umso mutiger und selbstbewusster ist die Tatsache einzuschätzen, dass die Gruppe Kinship sich offen zu ihrer „anderen“ sexuellen Identität bekennt und Betroffenen Mut macht, dies ebenso zu tun.

Jeder, der diesen Tag im Treff.7 verbringen durfte, wird mit einem neuen Verständnis (falls es nicht schon vorher da war) für diese Menschen nach Hause gegangen sein.

Text und Foto: Kurt Fötsch

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